Problemlösungsschritte

Sie setzen konkret an den Barrieren an, die der Zielerreichung im Wege stehen, helfen also, diese Barrieren zu überwinden. Daher ist es zu kurzsichtig, ein Problem nur zu sehen als Ist-Zustand, Zielzustand und Vorgehen. Erst die zu überwindende Barriere macht ein Problem zum Problem. Die Lösung besteht darin, diese Barrieren zu überwinden.

Beispiele

Ich gehe zur nächsten S-Bahn-Station und erkundige mich, wie ich am günstigsten zum Flughafen komme.

Wenn ich im Bett grübele, stehe ich auf und schreibe mein Problem auf. Daneben schreibe ich, wann ich morgen darüber nachdenken werde. Am nächsten Tag beginne ich, das Problem zu lösen und schreibe mir auf, wie ich das geschafft habe.

Ich spreche laut vor mich hin, was ich tun möchte (z.B. meinen Kaffee eingießen oder die Zigarette abaschen, so dass ich den Aschenbecher treffe). Wenn ich das gut kann, dann mache ich diese Form des “ Selbstgespräches“ leise und später ganz ohne Worte nur im Kopf.

Ich mache mit meinem Betreuer einen Einkaufsplan und nehme nur so viel Geld mit, wie ich voraussichtlich brauche.

Ich mache mir mit Hilfe meines Bezugsbetreuers eine Liste möglicher angenehmer Tätigkeiten. Diese hole ich mir vor, wenn ich merke, dass mir langweilig wird. Ich rufe dann meinen Betreuer an und spreche kurz mit ihm darüber, was ich tun kann. Später wähle ich mir die Beschäftigung ohne Hilfe des Betreuers aus.

Welche Schritte sind zur Problemlösung notwendig?

Die Problemlösung mittels IBRP lässt sich durch folgenden Zyklus darstellen:

Die Reihenfolge ist keineswegs beliebig und kein Schritt ist unwichtig und könnte übersprungen werden.
Leider ist im IBRP eine Auswertung nicht explizit vorgesehen. Jedoch ist bei der Fortschreibung des IBRP ja immer mit einer neuen Situation / Problemlage zu beginnen. Diese neue Situation ist als das Ergebnis eines vorhergehenden Problemlöseprozesses anzusehen.
Die Form des IBRP, die in der vorliegenden Software zur Verfügung gestellt wird, enthält eine extra Spalte zur Überprüfung, ob ein Ziel erreicht wurde oder nicht.
Einrichtungen, die auch Leistungen der Pflege nach SGB XI erbringen, können den vorliegenden IBRP somit auch als Pflegeplanungsinstrument nutzen.

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