Die Zeilen

Probleme und Lösungen existieren nicht im luftleeren Raum, sondern finden sich in konkreten Lebensbereichen. Damit wird deutlich, dass der IBRP eine funktionale Hilfe intendiert, d.h. spezifische „Funktionen“ im Leben eines Menschen (mit z.B. einer psychischen Störung) ermöglichen helfen soll. Es wird mit dem Klienten also immer über konkrete Bereiche der persönlichen Lebensführung und -gestaltung gesprochen, nicht aber über sein Leben selbst (wie er sein oder werden soll)!
Diese Unterscheidung erscheint mir sehr wichtig. Sie kennzeichnet den Helfer als Helfer, als Instrument, nicht aber als „Bestimmer“ . Der Klient ist und bleibt Herr seiner selbst und gestaltet sein Leben nach seinen Wünschen – nimmt dabei hier und da Hilfen in Anspruch. Diese Grundhaltung der Helfer ist unbedingt zu beachten!
Viele Widerstände des Klienten erwachsen daraus, dass er sich fremdbestimmt wähnt.

Folgende Lebensbereiche können unterschieden werden und finden sich als „Zeilen“ in den Spalten „Situation“ , „Ziele“ und „Vorgehen“ IBRP wieder:
1. Allgemeines Befinden / Krankheitsbewältigung
2. Wohnen und Selbstversorgung (einschl. der Behandlung der
psychischen Erkrankung)
3. Tages- und Kontaktgestaltung
4. Arbeit und Ausbildung

Es fällt auf, dass durch diese Art der Strukturierung gleichzeitig die Funktionen der Helfer deutlich werden.
Sie geben Hilfen zur Verbesserung des allgemeinen Befindens oder der Krankheitsbewältigung (z.B. Beratungsstellen, Gesprächspartner, Ärzte, Klinken), zum Wohnen und zur Selbstversorgung (z.B. Wohnheime, ambulante Hilfen zum Wohnen), zur Tages- und Kontaktgestaltung (z.B. Tages- und Begegnungsstätten) sowie zur beruflichen Arbeit (z.B. Werkstätten, Ausbildungswerke).
Es wird deutlich, dass f ür die Erstellung eines so komplexen Hilfeplanes eine Koordinierende Bezugsperson notwendige Bedingung ist.

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